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„Keiner wird es ganz alleine schaffen“ – Dr. Bodo Stange von der IHK Stade spricht bei Unternehmerstammtisch über das Halten von Fachkräften

DRIFTSETHE. Der Zweite Unternehmerstammtisch der Gemeinde fand im Druckhaus Wüst in Driftsethe statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag des Leiters der Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Stade, Dr. Bodo Stange, darüber, wie in der Region dem drohenden Fachkräftemangel begegnet werden kann.

Die Teilnehmer verschafften sich zunächst einen Eindruck über das vielfältige Angebot von Drucksachen aller Art. 16 Mitarbeiter – davon sechs Auszubildenden – arbeiten in dem Druckhaus, das 1972 von Druckermeister Gerhard Wüst gegründet wurde. Es wuchs stetig und erweitere 2000 eine Produktionsstätte. „Ich bin beeindruckt, was wir in unserer Gemeinde an Technik haben“, stellte Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) stolz fest.

Geschäftsführer Axel Wüst (Mitte, weißes Hemd) stellt den Teilnehmern des Unternehmerstammtisches seinen Betrieb vor. Foto: Kistner

Geschäftsführer Axel Wüst (Mitte, weißes Hemd) stellt den Teilnehmern des Unternehmerstammtisches seinen Betrieb vor. Foto: Kistner

Die Möglichkeiten dem Fachkräftemangel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu begegnen, standen dann im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Bode Stange zum Thema “Ausbildung – wie können wir qualifizierte Fachkräfte in der Region halten und gewinnen?“

Er brachte aktuelle Zahlen mit, die belegen, wie dramatisch und schnell sich die Situation verändert. Er machte auch keinen Hehl daraus, dass es bei diesem Thema mehrerer Baustellen gibt, die es zu bearbeiten gilt: Angefangen bei den Bedingungen vor Ort in den Kommunen, ebenso wie in den Betrieben, wie aber auch bei der Politik, von der er ein flexibleres Vorgehen fordert. So sollten beispielsweise in ländlichen Bereichen andere Maßstäbe angelegt werden, als in Städten. Allerdings sei ein gutes schulisches Angebots immer auch ein wichtiger Standortfaktor, räumte Stange ein.

„Keiner wird es ganz alleine schaffen und es müssen kommunale Geleitzüge über bestehende Grenzen hinweg gebildet werden“, forderte Stange. Dabei seien auch unkonventionelle und neue Ideen gefragt wie beispielsweise das virtuelle Lernen. Auch den Betrieben obliegt eine Pflicht: Gerade jungen Menschen seien gute Ausbildungsmöglichkeiten in einem guten Betriebsklima sehr wichtig. „Vernachlässigen sie nicht ihre Leute“, mahnte er. „Wichtig ist, dass in der Kommune die Entwicklung genauestens beobachtet wird, um reagieren zu könnten“, forderte Stange.

„Wir bilden unseren eignen Nachwuchs aus“, sagte Bürgermeister Wittenberg. Er selbst und Amtsleiterin Christina Mehrtens hätten ihre berufliche Laufbahn in der Gemeinde begonnen und ihre Stellung erarbeitet. (rk)

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 4. August 2014

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